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Namenloser Gefangener

Aus Gothic Almanach

Version vom 5. Juli 2026, 23:13 Uhr von Weisskeinennamen (Diskussion | Beiträge)

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Dieser Gefangene, dessen wahrer Name unbekannt ist, wurde von den Truppen des Königs in die Barriere von Khorinis geworfen. Doch im Gegensatz zu den anderen Insassen trieb ihn nicht nur sein Wunsch nach Freiheit, sondern auch andere Mächte, die ihn auf diesem Weg erfolgreicher machten, als jeden zuvor.

Vor der Barriere

Nach dem er zwei Monate in einem Kerker gefangen gehalten wurde, brachte man ihn an den Rand der Barriere. Dort wurde er, flankiert von zwei königlichen Gardisten, vom Richter von Khorinis förmlich verurteilt. Über seine Vergangenheit und seine Hintergründe ist weiter nichts bekannt.

Während der Verurteilung trat ein Magier auf ihn zu und wollte ihm einen Brief mitgeben, der im alten Lager dem obersten Feuermagier übergeben werden sollte. Ohne zu zögern weigerte er sich. Doch der Magier erweiterte das Angebot, auf dass er alles bekommen würde, was er wünschte. So akzeptierte er, doch unter einer Bedingung: Das Gefasel des Richters nicht mehr ertragen zu müssen. Der Richter wollte sich darüber beschweren, doch der Magier verbot ihm das Wort und gab dem Helden den Brief. Daraufhin wurde er hinab ins Tal geworfen.

In der Kolonie

Er landete direkt in einem kleinen See, wo er sogleich von drei Männern erwartet wurde. Der in der Mitte verpasste ihn einen Schlag ins Gesicht, wodurch der Gefangene umgehauen wurde. Kurz danach befahl ein weiterer Mann, dass die ersten verschwinden sollten. Dieser Mann stellte sich als Diego vor und machte dem Neuen einen Vorschlag: Er solle sich dem alten Lager anschließen und erzählte ihm auch, wie er das tun könne. Im weiteren Gespräch erzähle Diego eine Menge über die Kolonie, die drei Lager und die Barriere selbst. So auch, dass Bullit ihn begrüßt hatte und wo er ihn finden würde.

In der Kolonie verdingte sich der neue Gefangene zunächst, indem er Aufgaben für das alte, das neue und Sumpflager erledigte, bevor er sich einem der drei Lager anschloss. Hierdurch verdiente er sich viel Respekt innerhalb der gesamten Barriere. Währenddessen gab er auch den Brief an den obersten Feuermagier ab. Dabei kam er zum ersten mal in Kontakt mit dem Magier Milten.

Das große Erwachen

Die Bruderschaft im Sumpf plante eine große rituelle Anrufung ihres Gottes, das große Erwachen. Diesen Gott nannten sie den "Schläfer"; ein mysteriöser neue aufgetauchter vierter Gott. Kaum Teil einer Gemeinschaft, wurde der neue Gefangene beauftragt, die Bruderschaft zu unterstützen.

Der Anführer des Lagers, Y'Berion schien ihn wiederzuerkennen und glaubte, der Schläfer hätte ihn gesandt, um der Bruderschaft zu helfen. So barg der Held für ihn den Fokus an der Meeresklippe, eroberte den gestohlenen Almanach von einer Horde Goblins zurück und drang tief in das Nest der Minecrawler in der alten Mine ein, wo er deren Königin besiegte und ihre Eier voll mit wertvollem Sekret für den Alchemisten Cor Kalom barg.

Damit hatte er alles beschafft, was für das Ritual nötig war und des Nachts führte die Bruderschaft ihre Anrufung durch. Die Anhänger der Bruderschaft empfingen eine Vision, in der sie alte orkische Bauten sahen, die sie für den nahen Orkfriedhof hielten. Der Sinn dieser Vision konnte nicht geklärt werden, doch sie vermuteten, dass sie dort ihren Gott vorfinden würden.
Die Macht der Anrufung hatte sich in Y'Berion entladen und ihn getötet.

Direkt nach der Beschwörung brach der Guru Baal Lukor zum Orkfriedhof auf und einige Templer folgten ihm. Y'Berions erwählter ging ihnen kurz darauf nach, um nach dem Rechten zu sehen. Doch statt eines verlassenen Gewölbes fanden sie dutzende Orks, welche die Templer überwältigten und töteten.

Kurz vor seinem Tod sah und erkannte Y'Berion den Schläfer und warnte Cor Angar, dass sie nicht weiter versuchen durften ihn zu erwecken. Diese Wissen behielt Angar aber vorerst für sich, da er fürchtete, sein Meister wäre im Angesicht des Todes verwirrt gewesen. Erst mit der dämonischen Kunde aus dem Orkfriedhof öffnete sich der Anführer der Templer und berichtete davon.

Die Suche nach den Fokussteinen

Von nun an unterstützte er den Ausbruchsplan der Wassermagier. Saturas trug ihm auf, auch die restlichen vier Fokussteine zu bergen. Er fand sie in der Trollschlucht, in der Klosterruine, unter einem alten Stonehenge und in der Bergfestung. Seine neuen Freunde Diego, Gorn, Milten und Lester halfen ihm dabei.

Ziel der Wassermagier war es nun, mithilfe der Fokussteine ihren Erzhaufen magisch zu sprengen. Die Magier brauchten allerdings die Unterstützung der Feuermagier für ihren Zauber. Doch verbot Gomez die Zusammenarbeit und verlor das Vertrauen in die Loyalität der Feuermagier und ließ sie ermorden. Saturas sah nur noch eine Alternative; der namenlose Gefangene sollte hierzu einen alten Magier namens Xardas bitten, sie bei ihrem Vorhaben zu unterstützen. Er war einst der Anführer der Feuermagier, bevor er sich von ihnen abwandte und fortging.

Zusammenarbeit mit dem dunklen Magier

Xardas verweigerte zunächst seine direkte Unterstützung, offenbarte jedoch einen dritten, funktionierenden Fluchtplan: Der Schläfer, ein vor tausend Jahren in die Welt beschworener Dämon, müsse verbannt werden. Er sei nicht nur dafür verantwortlich, dass die Barriere größere Ausmaße annahm als geplant, sondern halte sie ebenfalls durch seine Macht weiterhin aufrecht.
Um in den unter der Ork-Enklave gelegenen Schläfertempel vorzudringen, entsandte Xardas seinen neuen Schützling, einen verstoßenen Orkschamanen namens Ur-Shak zu finden. Ur-Shak offenbarte diesem unter anderem die Bedeutung eines Ulu-Mulus. Mit diesem Banner würden die Orks ihn durch ihre Reihen passieren lassen. Ur-Shaks Freund Tarrok könne dem Namenlosen ein solches anfertigen. Doch wäre dieser ein Sklave in der freien Mine des neuen Lagers, welche gerade erst von Gomez erobert wurde, nachdem seine eigene einstürzte

In der Zwischenzeit feilten die Söldner an einem Befreiungsplan für ihre Mine. Man entschied, dass sich nur ein kleiner Trupp unauffällig in den Kessel begeben sollte, um die Gardisten zu besiegen. Gorn bat hierfür seinen neuen Freund, der ja ohnehin für das Ulu-Mulu hinein musste, ihn bei dieser riskanten Mission zu unterstützen. Gemeinsam konnten sie die Gardisten in der Mine überwältigen. Tief in den Minenschächten, umgeben von Minecrawlern, befand sich Tarrok. Als Gefallen für Ur-Shak schuf er das Ulu-Mulu, nachdem der Namenlose ihm alle Materialien brachte.

Mit dem Ulu-Mulu war der Weg in die Enklave und somit zum Schläfertempel frei. Im Tempel entdeckte er das magische Schwert Uriziel und nahm es mit sich. Dieses hatte über die Zeit jedoch einiges seiner magischen Energie verloren, aber Xardas erkannte das Schwert und ersann aus dem Stand einen Plan, seine Macht wiederherzustellen; ein Machttransfer mit der Magie des Erzhaufens der Wassermagier.
Gemeinsam mit Milten begab sich der Held heimlich zum Erzhaufen. Dort entzogen sie die dem Erz dessen gebündelte Energie, um Uriziel erneut mit Magie aufzuladen.
Xardas schickte ihn aber zusätzlich noch in seinen alten und versunkenen Turm, um bessere Ausrüstung von dort zu holen. Während seiner Suche im Turm fand der Namenlose im Turm auch eine Teleportrune zum Tempelhaus der Feuermagier im Alten Lager.

Begegnung mit dem Schläfer

Der Held mit Uriziel und der Erzrüstung

Dank seiner mächtigen Waffe schaffte der Held der Kolonie es endlich, bis in das Innerste des Schläfertempels vorzudringen. Im Allerheiligsten des Tempels traf er auch auf den Dämon, der gerade dabei war aus seinem Schlaf zu erwachen. Bei ihm befanden sich Cor Kalom und viele seiner Novizen und Templer, die mit ihm das Lager verlassen hatten. Der Schläfer hatte ihren Geist erfüllt und sie folgten ihm fanatisch. Doch geschützt durch seine magische Erzrüstung und gestärkt durch Uriziel besiegte der Feind des Schläfers dessen Anhänger und löste den Zauber, der den Dämon in der Welt hielt, in dem er die fünf Herzen der Schamanen durchbohrte. Sie hatten ihn einst beschworen und der Schläfer nutzte ihre Herzen als Anker. Das Dimensionstor des Tempels verschluckte den Schläfer und er war aus dieser Welt verbannt. Mit ihm verschwand die Kraft, die die Barriere aufrecht erhielt und sie zerfiel. Doch die Verbannung des Dämons erschütterte den gesamte Tempel, der begann einzustürzen und den Helden unter den Trümmern zu begraben.

Charakter des Helden

Auffällig ist besonders seine Respektlosigkeit gegenüber höheren Autoritäten. Seinem Richter unterstellte er beispielsweise Gefasel. Auch kleine Gehässigkeiten, Ironie und Humor bildeten große Teile seiner Persönlichkeit. Jenen, die nicht taten was er wollte, drohte er auch des Öfteren Gewalt an.[1]

Wer ihn allerdings höflich behandelte, konnte damit rechnen, dass der Held ihm so entgegnete. Und er weigerte sich selten Menschen in Not zu helfen. Mit Lester, Gorn, Milten und Diego verband ihn ein freundschaftliches Verhältnis, dass tatsächlich nicht ins Wanken geriet. Da er oft seine Hilfe gewährte, manchmal gegen Bezahlung und manchmal umsonst, kam es dazu, dass immer mehr seine Dienste in Anspruch nahmen.

Trotz seiner eher lässigen Art führte er ein präzises Glossar auf seinen Reisen mit Skizzen von dem, was ihm begegnet war.


Einzelnachweise

  1. Provokationen gegen Kharim; in Gothic Remake
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